Gesamtkonzept für Coesfelds Parks

Parks und Grünanlagen sind für jede Stadt von immenser Bedeutung: Sie bieten optische Ruhepunkte, laden zum Bummeln und Verweilen ein, bieten Spiel- und Auslaufflächen für Kinder und tun auch dem örtlichen Klima gut. Aus den genannten Gründen, teilen Vorstand und Fraktion von Pro Coesfeld anlässlich einer internen Veranstaltung mit, könne die Kreisstadt Coesfeld durchaus zufrieden sein mit ihrer Vielfalt an mittelgroßen und kleinen Grünanlagen.

Allerdings, so die Vertreter der freien Wählergemeinschaft, lasse der städtische Umgang mit diesen wertvollen Flächen teilweise zu wünschen übrig. Hohe Aufmerksamkeit erfahre vor allem der Liebfrauenpark (Schlosspark), dessen Gestaltung insgesamt gelungen sei. Die mit Blick auf den Einzelhandel versprochene „Magnetwirkung“ ins Umland sei zwar ausgeblieben und die mit der mobilen „Berkelbühne“ verbundene Hoffnung auf ein kleines „Freiluft-Kulturzentrum“ habe sich aus verschiedenen Gründen bislang nicht erfüllt, der Park sei aber immerhin eine gern genutzte Anlaufstelle für Familien mit Kindern aus den innerstädtischen Wohnquartieren. Als attraktiv bewertet Pro Coesfeld auch das in den Gremien beschlossene Konzept für den Stadtpark an der Friedrich-Ebert-Straße/Billerbecker Straße. Auf der sehr begrenzten Fläche werde hier ein ansprechender kleiner Landschaftspark mit ganz neuem, naturnahem Verlauf des Honigbachs entstehen. Für vielversprechend hält Pro Coesfeld auch den kleinen Park am Normannwehr, an dem derzeit gearbeitet werde, und das aktuell in Planung befindliche DIEK-Projekt „Dirt-Park“ mit Integration eines Generationenparks in Lette.

Nicht zufriedenstellend sei dagegen die Situation an den kleinen Anlagen an der Karlstraße (Helmuspark) und an der Stadtwaldallee. Hier habe die Stadt die Pflege über Jahre stark zurückgefahren, und die Versorgung der Wasservögel liege vollständig in den Händen engagierter Bürger. Die Pro Coesfelder verbanden ihren Dank für diesen Einsatz mit einer Forderung: Anstelle von Einzelfallentscheidungen benötige man jetzt ein Gesamtkonzept für alle innerstädtischen Grünflächen, um diese wichtige Infrastruktur als aufeinander abgestimmtes Ganzes zu betrachten – und um die regelmäßige Pflege nach klar definierten und gleichen Richtlinien durchzuführen. Dafür aber seien nicht nur Rat und Verwaltung zuständig, sondern alle interessierten Coesfelder, die im Rahmen einer öffentlichen Beteiligung gehört werden müssten.