Vorstand, Fraktion und sachkundige Bürger der freien Wählergemeinschaft Pro Coesfeld trafen sich zu einer vom Vorstand einberufenen Klausurtagung. Unter der Moderation des neuen Ersten Vorsitzenden Eberhard Ernsting diskutierten die Teilnehmer engagiert über aktuelle Fragen von kommunalpolitischer Bedeutung. Beim Thema „Stadtentwicklung“ wurde insbesondere eine Knappheit an Wohnraum in einem für durchschnittliche Einkommen bezahlbaren Preissegment bemängelt. Kritisiert wurde aber auch, dass Zukunftskonzepte kaum erkennbar seien; so habe die noch vor wenigen Jahren sehr attraktive Innenstadt bereits an Profil verloren.

Wenig, so die Einschätzung, sei von Seiten der Stadt aber auch auf anderen wichtigen Gebieten zu hören: Beim desolaten Bahnhof überlasse man eine bisher nicht erkennbare Entwicklung möglichen Investoren, statt eigene Vorstellungen deutlich einzubringen; bei der Sanierung und Modernisierung des Schulzentrums sei erneut wertvolle Zeit verstrichen, und aus dem wichtigen Thema „Kultur“ habe sich die Stadt über die vorhandenen Einrichtungen wie Stadtbücherei, VHS und Musikschule hinaus leider praktisch vollkommen zurückgezogen.
Zum Abschluss diskutierten die Mitglieder der Wählergemeinschaft über das Themenfeld „Landwirtschaft und Natur“, ein Bereich, der allerdings weitgehend außerhalb kommunaler Regelungskompetenzen liegt. Zumindest auf den eigenen Grünflächen, so das Resümee, sollte die Stadt aber klarer nach ökologischen Gesichtspunkten wirtschaften, als das bisher erkennbar sei.