Freitag, 22. Juni 2018
Pro Coesfeld e.V. • Brink 26 a • 48653 Coesfeld •
Sie sind hier:
Pro Coesfeld verärgert über die Coesfelder GroKo

„Was für einen Sinn haben Ausschusssitzungen, wenn das Ergebnis sowieso schon vorher feststeht?“ Unter anderem über diese Frage diskutierte die Fraktion von Pro Coesfeld in ihrer jüngsten Sitzung. Hintergrund war die Anregung der Wählergemeinschaft, über die Art des Umbaus am Schulzentrum parteiübergreifend noch einmal neu nachzudenken. Anlass zu einer Neubewertung sind geänderte landespolitische Gegebenheiten (Rückkehr zum G9) und die Sorge, dass ein jahrelanger Umbau in der Substanz bei laufendem Schulbetrieb zu gravierenden Beeinträchtigungen des Unterrichts führen werde; ein Teilneubau könne die Situation dagegen deutlich entspannen.

Nach Auffassung der Pro Coesfelder gibt es in unserer Stadt schon seit langer Zeit eine einzige alte und ideenlose Partei, die CDUSPD, die sich blindlings und ohne Debatte allen Wünschen der Verwaltung beugt. Eigentlich solle der Rat steuern – aber das sei in Coesfeld nicht möglich.
„Zukunft braucht Querdenker“, so der Vorsitzende Robert Böyer. „Aber wenn die CDUSPD nicht zum Querdenken bereit ist, können wir uns Ausschussarbeit eigentlich sparen und die Verwaltungsstellungnahmen blind übernehmen.“
Das Gleiche gilt aus Sicht der Wählergemeinschaft für das Bahnhofsprojekt. Hier wollte Pro Coesfeld nach der Entwicklung der letzten Wochen in einem ersten Schritt zumindest die Prüfung eines Kaufes durch die Stadt in die Wege leiten – nachdem selbst die CDU in der Presse angeregt hatte, den Umbau notfalls in städtische Regie zu übernehmen. Doch selbst diesen Vorschlag lehnte die „Coesfelder GroKo“ ab. Die Vertreter der Wählergemeinschaft zeigten sich angesichts der Blockadehaltung sprachlos und verärgert. Gar nicht nachvollziehen konnten die Politiker von Pro Coesfeld, dass die Vertreter der CDU die von Pro Coesfeld vorgeschlagenen parteiübergreifenden Gespräche strikt ablehnten, im Hauptausschuss aber gleichzeitig weitere Gespäche anboten.
Für große Projekte wie das Schulzentrum brauche man keine Runde, die losgelöst von Parteiinteressen über Sachthemen nachdenke und diskutiere, so die Argumentation der „GroKo“ im Hauptausschuss. Dieses Forum seien nämlich der Rat und seine Ausschüsse. Nach Einschätzung von Pro Coesfeld hat die letzte Woche aber einmal mehr gezeigt, dass genau dies in Coeseld nicht der Fall ist.

 

© 2018 Pro Coesfeld e.V.