Auf Dauer kann das so nicht weitergehen“, lautete der Hilferuf des ehrenamtlichen Tierpflegers Olaf Oehlert, der sich engagiert für die Tiere auf und unter Wasser im Helmuspark einsetzt. Vertreter von Pro Coesfeld folgten der Einladung und besichtigten den Helmuspark und die Teichanlage an der Stadtwaldallee. Diese Anlage wird seit etlichen Jahren durch Herrn Lütke-Sunderhaus ehrenamtlich gepflegt.

Beide Ehrenamtler kümmern sich in ihrer Freizeit unentgeltlich um die öffentlichen Parks, leisten also, so die Einschätzung von Pro Coesfeld, einen nicht zu unterschätzenden Dienst an der Allgemeinheit – denn die Orte werden gern und regelmäßig aufgesucht. Natürlich wollten die Vertreter der Wählergemeinschaft wissen, wie denn die städtische Unterstützung dieses Einsatzes aussehe: Immerhin lägen der Stadt Coesfeld die öffentlichen Parks doch ganz besonders am Herzen, wie die Erneuerung des Liebfrauenparkes zeige.

Von solcher Unterstützung wussten die beiden engagierten Bürger freilich nichts zu berichten. Nur das Futter werde von der Stadt gestellt; mehr nicht. Selbst die Anschaffung neuer Wasservögel bezahlen die beiden aus eigener Tasche.

Und der Zustand sei mittlerweile alles andere als erfreulich: Am Helmuspark funktioniere der Springbrunnen schon seit Jahren nicht mehr; dabei sei er nicht nur attraktiv für Besucher, sondern bringe auch Sauerstoff ins Wasser. Abhilfe sei nicht in Sicht. Auch gegen Ratten gebe es keine städtische Hilfe; eine entsprechende Bitte sei mit dem Hinweis abgewiesen worden, man möge sich selbst um Fallen bemühen. Das aber, so die Vertreter der Wählergemeinschaft, könne man nun wirklich nicht von Bürgern erwarten, die sich rein ehrenamtlich zwei- bis dreimal täglich um eine öffentliche Anlage kümmern.

Herr Lütke-Sunderhaus fürchtet inzwischen sogar um den Bestand des Teiches. Seit fast 60 Jahren sei dieser nicht mehr ausgebaggert worden; das Wasser sei grün und drohe bei großer Wärme umzukippen.

Beide Herren ziehen in ihren Kellern die Entenküken groß, weil die Nester sonst ausgeraubt werden; mitunter werden sogar die brütenden Enten vom Gelege gestohlen. Es fehlen sichere Brutinseln, es fehlen Beschilderungen mit Hinweis auf die Arten, eine Hecke und überhängende Bäume müssten der besseren Sicht wegen zurückgeschnitten werden, und in den Teich gestürzte Äste sollten eigentlich dringend entfernt werden. Eine deutliche Aufwertung der Anlagen sei also mit einfachen Mitteln zu erreichen – aber dies, betonen die Kommunalpolitiker, sei eine städtische Angelegenheit und müsse durch den Bauhof ausgeführt werden; Ehrenamtliche seien damit überfordert.

Die Parkbesucher von Pro Coesfeld kamen am Ende jedenfalls zu einem eindeutigen Urteil: So wie bisher könne es in der Tat nicht weitergehen. Parks seien besonders für Kinder und ältere Menschen wichtige Erholungsorte; wenn man städtische Parks wolle, müsse man die Anlagen und deren Pfleger auch tatkräftig unterstützten. Bevor man im Rat über einen – teuren – Streichelzoo überhaupt nur nachdenke, sollte man zuallererst die schon bestehenden Teich- und Tieranlagen ordentlich ausstatten.