Kurz vor Beginn der kommunalpolitischen Sommerpause hat die freie und unabhängige Wählergemeinschaft am 11.07.2019 einen Antrag an die Stadt eingereicht, dass die Verwaltung prüfen möge, ob der bestehende Reisemobilstellplatz an der Osterwicker Straße großzügig erweitert und bewirtschaftet werden kann.

Die Wählergemeinschaft hatte die Vergrößerung bereits im November 2017 mit einem entsprechenden Antrag gefordert, der jedoch mehrheitlich abgelehnt wurde. Laut der Stellungnahme der Verwaltung gab es damals bereits Überlegungen gemeinsam mit dem Stadtmarketingverein, den Stellplatz zu vergrößern. Da jedoch bis heute jedoch nichts geschehen ist, legt Pro Coesfeld nach.

An der sehr guten Auslastung des Stellplatzes habe sich laut Mitteilung der Wählergemeinschaft nichts geändert. Nach wie vor wird ein Teil des Parkplatzes des Konzerttheaters durch Reisemobile genutzt, die keinen freien Stellplatz mehr erhalten haben. Die Nachfrage zeigt, dass der Bedarf nach weiteren Stellplätzen vorhanden ist. Um die Stadt Coesfeld auf dem Gebiet des boomenden Reisemobiltourismus weiterentwickeln zu können, ist eine Vergrößerung des Platzes dringend geboten.

Laut einer Studie des Caravaning Industrieverbandes e. V. (CIVD) und des Deutschen Wirtschaftswissenschaftliches Institut für Fremdenverkehr (DWIF) geben Reisemobiltouristen pro Tag und Person ca. 50,00 – 60,00 € am Aufenthaltsort aus. An dieser Wertschöpfung sollte auch Coesfeld profitieren.

Desweiteren schlägt Pro Coesfeld vor, neben der kostenpflichtigen Bereitstellung von Strom und Wasser auch für die Stellplatznutzung eine Gebühr zu erheben und eine maximale Aufenthaltsdauer von 72 Stunden für den Stellplatz festzulegen. Fraktionsvorsitzender Günter Hallay ist selbst passionierter Reisemobiltourist und legt im Jahr ca. 25.000 Kilometer mit dem Reisemobil zurück. Seine dabei gemachten Erfahrungen halten diese Änderungen für den Stellplatz geboten. Ein Campingplatz ähnliches Verhalten sei auf einem bloßen Reisemobilstellplatz von der Konzeption her nicht angedacht und würde in Konkurrenz zu Campingplatzbetreibern in der Region führen, was nicht gewünscht sein kann.

Insgesamt wünscht sich Pro Coesfeld ein schnelles Handeln der Verwaltung, damit Coesfelds Handel und Gastronomie noch mehr vom boomenden Reisemobiltourismus profitieren.